Hintergrund: Zahlen und Fakten

Die Zahlen sind alarmierend: Die Hälfte aller Deutschen beklagt, dass ihr Leben in den letzten drei Jahren deutlich stressiger geworden sei, unter den 36- bis 45-Jährigen fühlen sich laut Techniker Krankenkasse sogar 80 Prozent regelmäßig unter Druck. Diese Rastlosigkeit hat nicht nur einen gesundheitlichen Preis. So stellte das Finnish Institute of Occupational Health in einer Studie fest, dass ständige Überstunden sogar dumm machen, denn die messbare Intelligenz bei Vielarbeitern nehme ab – verbunden mit einer höheren Anfälligkeit für Herz- Kreislauferkrankungen. Auch andere Symptome wie Bluthochdruck, Rückenschmerzen, Magen-Darm-Probleme, Schlafstörungen u.a. können Anzeichen für zu viel Stress am Arbeitsplatz sein.

Prävention tut Not, denn Stress kann richtig krank machen. Kurzfristig mag er uns zwar anspornen, doch wenn Stress chronisch wird, dann führt er oft zur krank machenden Fehlbelastung für Körper und Psyche. Die Symptome, die Stress hervorrufen, sind ungefähr genauso unterschiedlich und individuell wie die Stress-Auslöser. Deswegen werden sie auch oft nicht mit Stress in Verbindung gebracht. Obwohl Stress eine psychische Belastung ist, kann er körperliche Folgen haben.

Stress ist eine der Hauptursachen für psychische Erkrankungen. Erst vor kurzem wurde der DGB Index Gute Arbeit vorgestellt, in dem sich Stress als eine der Hauptbelastungen für Beschäftigte entpuppte. Und wenn Stress psychisch krank macht, bringt er weitreichende Folgen mit sich. Während die durchschnittliche Erkrankungsdauer bei 13 Tagen liegt, sind psychisch Erkrankte im Schnitt etwa 40 Tage krank. Erschöpfungszustände, Angstzustände, Burn-out oder Depressionen sind nur einige der Symptome und Krankheiten, die Stress auslösen kann. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm, doch auch das Leid der Betroffenen ist nicht zu unterschätzen.