Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz – Inhouseseminare

Hintergrund

Deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind gestresst. Zahlreiche Untersuchungen (u.a. DAK, Arbeitnehmerkammer Bremen, DGB, iAi) weisen darauf hin, dass eine hohe Arbeitsverdichtung, Leistungsdruck, Rivalität oder auch Angst um den Job zu Erkrankungen bei Beschäftigten führen. Diese machen sich einerseits durch Schlaf- und Konzentrationsmangel, andererseits durch ein erhöhtes Herzinfarktrisiko, Bluthochdruck, Nervosität oder mangelnde Kreativität bis hin zu Depressionen und chronischer Erschöpfung bemerkbar.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen beziffern ihre direkten Kosten durch arbeitsplatzbedingte Erkrankungen auf rund 17 Milliarden Euro und die EU schätzt die Kosten psychosozialer Risiken auf 265 Milliarden Euro jährlich.

Die Folgen für einzelne Unternehmen können gravierend sein, denn diese Zahlen bedeuten nicht nur Leistungs- und Qualitätseinbuße, sondern auch einen Anstieg der Fehlzeiten von Mitarbeitern um 80 Prozent seit 1999. Auch der Prüfkonzern Dekra weist in seinem Arbeitssicherheitsbarometer 2011 aus, dass stressbedingte Erschöpfungen Hauptursache für Arbeitsausfälle in Unternehmen sind. Dadurch entsteht der deutschen Wirtschaft ein jährlicher Schaden in Höhe von 43 Milliarden Euro.

Hinzu kommt, dass Innovationen von Menschen gemacht werden. Betriebe leben von aktiven, engagierten und gesunden Führungskräften und Mitarbeitenden. Doch: Jeder vierte Manager klagt laut einer Untersuchung des Instituts für angewandte Innovationsforschung an der Ruhr-Universität-Bochum über Müdigkeit, Energiemangel und Entmutigung. Führungskräfte sind Risikokandidaten für stressbedingte Erkrankungen wie das Burnout-Syndrom, denn immerhin 28 Prozent der untersuchten Führungskräfte zeigen eine „mittlere Erschöpfung“ und 24 Prozent Symptome „vitaler Erschöpfung“.

Dieses bedeutet, dass insbesondere vor dem Hintergrund alternder Belegschaften und des Fachkräftemangels der „Produktionsfaktor Mensch“ angemessen berücksichtigt werden muss. Dieses bedeutet jedoch auch, dass aufgrund von organisatorischen Veränderungen, extensiven Arbeitszeiten und eines hohen Innovationsdrucks Führungskräfte besonders gefährdet sind, denn das nächste Projekt erscheint oft viel reizvoller als eine Phase der Entspannung.

Hinweis: Gesundheitsförderung und Prävention in Betrieben wird nach Sozialgesetzbuch V § 20 gefördert.